M16 Adlernebel und M17 Omeganebel

Name des Motives:

M16 Adlernebel und M17 Omeganebel

Fotograf:

Nils Schröter

Aufnahmeort und -datum:

Köln-Porz

Equipment und Aufnahmedaten:

ZWO Seestar S30 pro (30/160mm Quadruplet mit
Sony IMX585 Sensor)

Bildbearbeitung:

Siril und Photoshop

Mehr über das Motiv:

Zu M16: Der Adlernebel ist ein Sternentstehungsgebiet im Sternbild Schlange und etwa 7.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. In ihm entsteht derzeit ein offener Sternhaufen, von dem im sichtbaren Bereich bis zu 60 Sterne erkennbar sind. Der Nebel hat einen Durchmesser von rund 20 Lichtjahren und eine geschätzte Masse von 800 bis 1.000 Sonnenmassen. Entdeckt wurde er 1745 von dem Schweizer Astronomen Jean-Philippe de Chéseaux. 1764 nahm Charles Messier ihn als Nummer 16 in die erste Ausgabe seines nach ihm benannten Messier-Katalogs auf.
Im Inneren des Nebels befinden sich die „Säulen der Schöpfung“. Sie gehören zu den bekanntesten Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops, das sie 1995 fotografierte. Im Jahr 2022 nahm auch das James-Webb-Weltraumteleskop diese Region auf – im Infrarotbereich und mit bislang unerreichter Detailtiefe. Die Säulen der Schöpfung sind bis zu neun Lichtjahre lang und haben einen Durchmesser von etwa ein bis zwei Lichtjahren.

Zu M17: Der Omeganebel ist ebenfalls ein Sternentstehungsgebiet, liegt aber mit 5.500 Lichtjahren wesentlich näher an der Erde als M16. Zusätzlich liegt M17 bereits im Sternbild Schütze und somit etwa 2,6° südlicher. Genauso wie im Adlernebel entsteht in M17 ein neuer Sternhaufen, die hier aber nahezu vollständig im Nebel verborgen liegen. Mit Infrarotaufnahmen konnte man 35 Junge Sterne ausmachen. Die Masse wird hier auf bis zu 800 Sonnenmassen geschätzt.

Beste Sichtbarkeitszeit:

Juni bis August

Messier 16 und die Säulen der Schöpfung in der Hubble-Palette

Name des Motives:Messier 16 und die Säulen der Schöpfung in der Hubble-Palette
Fotograf:Mathias Böhme
Aufnahmeort und -datum:Die Aufnahmen entstanden vom 7. bis 9. Juni 2024 in Köln (Sülz).
Equipment und Aufnahmedaten:Montierung ZWO AM5, Kamera ZWO ASI 585mc pro,
Teleskop Skywatcher 150PDS, Guiding mit ASI 120mm
an 30/120 Guidescope, Filter Optolong L-Extreme, AsiAir
134 x 120 Sekunden bei Gain 252 und -10 Grad Celsius,
Kalibirierung mit Master-Dark, Master-Flat, Maste-Darkflat,
gedithert, insgesamt 268 Minuten Belichtungszeit.
Bildbearbeitung:Pixinsight und Photoshop
Mehr über das Motiv:Messier 16, auch bekannt als der Adlernebel oder IC 4703,
ist ein Nebel im Sternbild Schlange, der mit einem offenen
Sternhaufen verbunden ist.
Der offene Sternhaufen trägt die Nummer NGC 6611.
Der Adlernebel ist von der Sonne etwa 7.000 Lichtjahre
entfernt und weist eine scheinbare Helligkeit von 6,4m auf.
Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff. Der ca. 20 Lichtjahre
große Nebel enthält Staubsäulen, die bis zu 9,5 Lichtjahre lang
sind und in denen sich neue Sterne befinden, weshalb sie auch
„Säulen der Schöpfung“ getauft wurden. Diese Sterne sind im
sichtbaren Licht noch nicht erkennbar. Mehrere „Globulen“
konnten hier nachgewiesen werden. Sie sind Vorstufen von
neuen Sternsystemen.
Die wahren Ausmaße des gesamten Komplexes erreichen
etwa 55×45 Lichtjahre.
Die ersten Sterne in diesem Sternhaufen begannen vermutlich
vor rund 5 Millionen Jahren zu leuchten. Einige Sterne sind
sehr jung. Die jüngsten leuchten erst seit weniger als 100.000 Jahren.
Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):Mitte Juni bis Mitte August.