Milchstrasse über dem Kalvarienberg, Eifel

Name des Motives: Milchstrasse über dem Kalvarienberg, Eifel
Fotograf: Thomas Rother [Major Tom]
Aufnahmeort und -datum: Kalvarienberg bei Alendorf, Eifel – 02.08.2022
Equipment und Aufnahmedaten: Kamera –> sony alpha 6000
Montierung –> Rollei Stativ c5i mit Gewicht, keine Nachführung.
Aufnahmedaten: Samyang Weitwinkel 12mm, Blende 2,2, ISO 6400
Belichtungszeit: 8 sec
Bildbearbeitung: Optimierung / Nachberarbeitung mit photoshop am 23.08.2025
Mehr über das Motiv: Die Milchstrasse ist unsere Heimatgalaxie, in der sich auch das Sonnensystem mit unserer Erde befindet. Entsprechend ihrer Form als flache Scheibe, die aus Hunderten von Milliarden Sternen besteht, ist die Milchstraße von der Erde aus als bandförmige Aufhellung am dunklen Nachthimmel sichtbar, die sich über 360° auf der Himmelskugel erstreckt. Ihrer Struktur nach zählt die Milchstraße zu den Balkenspiralgalaxien. Quelle: Wikipedia
Beste Sichtbarkeitszeit: Das Fotografieren der Sommermilchstrasse mit dem Milchstrassenzentrum rund um das Sternbild „Schütze“ gelingt jedes Jahr am besten nach dem Ende der weißen Nächte abends gegen Anfang August bis ca. Mitte September. Als Frühaufsteher kann man die Sommermilchstrasse bereits Ende April bis Mitte Mai am frühen Morgenhimmel beobachten.
Voraussetzung ist ein Beobachtungsort fernab der aufgehellten Großstädte. Um mehr als nur Fragmente der Milchstrasse mit blossem Auge erkennen zu können, sollte der Wert der Himmelsdunkelheit, gemessen mit einem SkyQualityMeter (SQM) mehr als 20,40 [mag/sqas] betragen.
Die Aufhellung am Horizont des Bild des Monats ist das Resultat künstlicher Belichtung von benachbarten Ortschaften.
Der „Einsatz“ des Fotografen gilt der Reduzierung der Lichtverschmutzung, damit die Sterne wieder über einem dunklen Horizont leuchten können.

Nadelgalaxie NGC 4565

Name des Motives:

Nadelgalaxie NGC 4565

Fotograf:

Karsten Kopp

Aufnahmeort und -datum:

Eifel nahe Blankenheim – 29.04.2025

Equipment und Aufnahmedaten:

Teleskop –> 8 Zoll RC mit Reducer f/5,36 //
Kamera –> Lacerta DS 2600c //
Montierung –> iOptron CEM 40 //
Aufnahmedaten: 93 x 180 Sekunden je Bild ohne zusätzliche Filter – Gesamtbelichtungszeit: 4 h und 39 Minuten

Bildbearbeitung:

Astroart 9 – AffinityPhoto 2 – GraXpert – BlurX und Pixinsight

Mehr über das Motiv:

NGC 4565, auch als Nadelgalaxie bekannt, ist eine recht helle Spiralgalaxie in Kantenlage, die zum Coma-Galaxienhaufen gehört und dort wohl einer eigenen Untergruppe zugehörig ist. Die Entfernung beträgt in etwa 45 – 60 Millionen Lichtjahre und der Durchmesser wird mit 100.000 Lichtjahren angegeben. Mit dem Hubble-Teleskop wurde auch die Anzahl der Kugelsternhaufen geschätzt und man kam auf einen Wert von etwas mehr als 200.
Somit liegt die Anzahl der Kugelsternhaufen und die größer der Nadelgalaxie in etwa auf dem Niveau unserer eigenen Heimatgalaxie.

Beste Sichtbarkeitszeit:

Die Galaxie NGC 4565 ist am besten in den Monaten Februar bis etwa Anfang Juni zu beobachten bzw. zu fotografieren.

ISS-Transit vor der Sonne

Name des Motives:

ISS-Transit vor der Sonne am 17.06.2025

Fotograf:

Peter Schmidt

Aufnahmeort und -datum:

Bergheim, Thorr den 17.06.2025

Equipment und Aufnahmedaten:

Coronado SolarMax II, DS 90/800mm mit BF30.
Montierung: Skywatcher EQ 5.
Kamera: ZWO-ASI1600mm-mono.
Belichtungseinstellung: 2ms, Gain 100

Bildbearbeitung:

Giotto (Einzelbilder), Endbearbeitung PS.

Mehr über das Motiv:

Die ISS kreist in rund 400 km Höhe mit einer Bahnneigung von 51,6 Grad in östlicher Richtung binnen etwa 93 Minuten einmal um die Erde. Gelegentlich führt die Umlaufbahn der Raumstation von der Erde aus gesehen an der Sonnen- oder Mondscheibe vorbei, wobei sie als Silhouette beobachtet werden kann. Genaue Daten und Zeitraum findet man unter „ISS Transit Finder“. Man muss aber schon Glück haben das dies in der Nähe seines Wohnortes passiert bzw. das die ISS mitten durch das Objekt hindurchfliegt.

Beste Sichtbarkeitszeit:

laut „ISS Transit Finder“

NGC1333, Embryo-Nebel

Name des Motives:

NGC1333, Embryo-Nebel

Fotograf:

Dietmar König

Aufnahmeort und -datum:

Eifel, 2.3.2025

Equipment und Aufnahmedaten:

Montierung AZ-EQ5, Kamera ToupTek 585 OSC
Teleskop Skywatcher 130PDS Newton
180 Images a 120Sec = Intgegrationszeit von 6 Stunden

Bildbearbeitung:

PixInsight.

Mehr über das Motiv:

NGC1333 ist ein Reflexionsnebel innerhalb eines großen Sternentstehungsgebiet am Rande des Sternbild Perseus. Etwa 1000 Lichtjahre vom uns entfernt wird es geprägt durch Wolken interstellaren Staubes und einem blauen  Stern der den Nebel zum strahlen bringt. Eine diagonale Reihe schwacher Begleitsterne schimmert rötlich durch den dichten Staub.

Beste Sichtbarkeitszeit:

November

Starker Plasmaauswurf auf der Sonne im h-alpha

Name des Motives:

Starker Plasmaauswurf auf der Sonne im h-alpha

Fotograf:

Peter Schmidt

Aufnahmeort und -datum:

Kerpen, den 28.03.2025

Equipment und Aufnahmedaten:

Coronado SolarMax II, DS 90/800mm mit BF30.
Montierung: Skywatcher AZ- EQ6 GT.
Kamera: ZWO-ASI1600mm-mono.
Belichtungseinstellung: verschiedene.

Bildbearbeitung:

Autostakkert 3!, Giotto und PS.

Mehr über das Motiv:

Koronale Massenauswürfe sind gewaltige Wolken aus heißem Plasma und elektrisch geladenen Teilchen, die durch Eruptionen auf der Sonne ins All geschleudert werden. Bei diesem Auswurf wurde zufällig ein darüber liegendes Filament mitgerissen, daher diese enorme Länge des Ausbruchs. Diese „Kettenreaktion“ ist sehr selten!
Ein großer Auswurf kann bis zu 1,5 Millionen Kilometern pro Stunde durchs All rasen.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):

Zu jeder Zeit möglich.

Thors Helm (NGC 2359)

Name des Motives:

Thors Helm (NGC 2359)

Fotograf:

Mathias Böhme

Aufnahmeort und -datum:

Aufnahmen vom 4.11. und 5.11.2024 aus Sülz sowie vom 1.02.2025 aus der Eifel (Nahe Blankenheim).

Equipment und Aufnahmedaten:

Montierung ZWO AM5, Kamera ZWO ASI 585mc pro, Teleskop Skywatcher 150PDS, Guiding mit ASI 120mm an 30/120 Guidescope, Filter Optolong L-Extreme und L-Quad-Enhance, AsiAir Pro, 158×180 Sekunden bei -10C, Gain 252, kalibriert mit MasterFlat und Masterdark, Gesamt-Belichtungszeit: 474 Minuten

Bildbearbeitung:

Pixinsight, Photoshop

Mehr über das Motiv:

NGC 2359 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Großer Hund, etwa 12.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Nebel hat einen Durchmesser von ca. 30 Lichtjahren und wird von dem massereichen Wolf-Rayet-Stern WR 7 angetrieben. Diese Sterne sind selten (weniger als 600 bekannt in der Milchstraße) und kennzeichnen eine sehr kurze Phase im Leben massereicher Sterne.
Wolf-Rayet-Sterne sind heiße, massereiche Sterne in einem späten Entwicklungsstadium. Sie verlieren durch starke Sternwinde (über 1.000 km/s) große Mengen an Materie. In NGC 2359 kollidieren diese schnellen Sternwinde mit langsameren Gaswolken in der Umgebung, was zur charakteristischen blasenartigen Struktur des Nebels führt. WR 7 könnte innerhalb der nächsten 100.000 Jahre als Supernova explodieren.

Das leuchtende Gas des Nebels besteht hauptsächlich aus ionisiertem Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate): Mitte Dezember bis Mitte Februar
   

Sonnenflares

Name des Motives:

Sonnenflares

Fotograf:

Peter Schmidt

Aufnahmeort und -datum:

Kerpen, den 04.02.2025

Equipment und Aufnahmedaten:

Coronado SolarMax II, DS 90/800mm mit BF30. Montierung: Skywatcher EQ 5.
Kamera: ZWO-ASI1600mm-mono.
Belichtungseinstellung: verschiedene.

Bildbearbeitung:

Autostakkert 3!, Giotto und PS.

Mehr über das Motiv:

Flares: Ausbrüche elektromagnetischer Strahlung. In seltenen Fällen kann ein Flare sogar im Weißlicht beobachtet werden. In Zeiten hoher Aktivität sind mehrere Flares täglich keine Seltenheit. Die Dauer eines Strahlungsausbruchs beträgt nur wenige Minuten. Dennoch werden dabei Energiemengen freigesetzt die die normale Leistung der Sonne im Röntgen- und UV-Bereich um den Faktor 100 übertreffen.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):

Zu jeder Zeit möglich.

   

NGC 7380 bzw. Sh2-142, Wizard Nebula (Zauberernebel)

Name des Motives:

NGC 7380 bzw. Sh2-142, Wizard Nebula (Zauberernebel)

Fotograf:

Dietmar König

Aufnahmeort und -datum:

Aufgenommen am 4./ 5.9.2024 in der Nähe von Friesheim
(Nordrhein-Westfalen)

Equipment und Aufnahmedaten:

Teleskop Skywatcher Newton 130 PDS mit 650mm Brennweite, ToupTec585 OneShotColor Kamera, Antlia Apl-T Dual-Narrowband Filter 36 * 300 Sekunden bei 95% Luftfeuchtigkeit.

Bildbearbeitung:

PixInsight

Mehr über das Motiv:

Der Zauberernebel ist ein galaktisches Sternentstehungsgebiet im Sternbild Kepheus in welchem die starken Sternenwinde von jungen, massereichen Sternen den Nebel in seine charakteristische Form brachten. Mit viel Phantasie kann man in den Nebelstrukturen die namensgebende Form eines Zauberers (mit spitzem Hut) erkennen. Das Gebiet enthält einen jungen Offenen Sternhaufen (NGC7380), ist rund 10.250 Lichtjahre entfernt und weist eine Ausdehnung von etwa 150 Lichtjahren auf. Entdeckt wurde NGC 7380 bereits 1787 von Caroline Herschel.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):

Mai bis November

Pelikannebel / IC 5070

Name des Motives:

Pelikannebel / IC 5070

Fotograf:

Peter Schmidt

Aufnahmeort und -datum:

Eifel nahe Blankenheim, den 01.09. und 23.10.2024

Equipment und Aufnahmedaten:

Teleskop: SkyWatcher Newton 200P f5.
Korrektor: Lacerta GPU Komakorrektor.
Montierung: AZ EQ6 – GT.
Guiding: 8×50 Sucher und Lacerta MGEN.
Kamera: ZWO-ASI071 MC-Pro.
Filter: Antlia ALP-T Dualband Ha und OIII, 5nm.
Belichtungseinstellung: 60x300sec., Gain 100, Null und -10 Grad, 30xDarks, je 60 x Flats und Darkflats.

Bildbearbeitung:

DSS, Fitswork und PS

Mehr über das Motiv:

Das Objekt wurde am 10.Juni 1891 von Max Wolf entdeckt.

Der Pelikannebel, auch bekannt als IC 5070, ist eine H II-Region, die mit dem Nordamerikanebel im Sternbild Schwan verbunden ist. Die gasförmigen Verrenkungen dieses Emissionsnebels weisen eine Ähnlichkeit mit einem Pelikan auf, was zu seinem Namen führte. Der Pelikannebel befindet sich in der Nähe des Sterns Deneb erster Größenordnung und ist von seinem prominenteren Nachbarn, dem Nordamerikanebel, durch eine im Vordergrund liegende Molekülwolke voller dunklem Staub getrennt. Der Pelikan wird intensiv erforscht, da er eine besonders aktive Mischung aus Sternentstehung und sich entwickelnden Gaswolken aufweist. Das Licht junger energiereicher Sterne wandelt langsam kaltes Gas in heißes um und verursacht eine Ionisationsfront, die sich allmählich nach außen ausbreitet. In Millionen Jahren wird dieser Nebel vielleicht nicht mehr als Pelikan bekannt sein, da sein Gleichgewicht und die Anordnung von Sternen und Gas etwas hinterlassen wird, das völlig anders aussieht. Entfernung zur Erde: 1800 Lichtjahre. Helligkeit: 8 mag.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):

Mai bis November

Blasennebel / NGC 7635

Name des Motives:

Blasennebel / NGC 7635

Fotograf:

Karsten Kopp

Aufnahmeort und -datum:

Volkssternwarte Köln 06.09.2023 & 06.08.2024

Equipment und Aufnahmedaten:

Teleskop 140`er TEC f/7 / Kamera ASI 1600mm Pro,
Aufnahmedaten: Mit dem kompletten Filtersatz von Baader, also LRGB, Hα, OIII und SII wurden 6 Stunden an Belichtungszeit gesammelt, die sich wie folgt aufteilen:
L – 60 x 60 Sekunden; RGB jeweils – 20 x 60 Sekunden; Hα (6,5nm) – 40 x 180 Sekunden ; OIII (6,5nm) – 25 x 180 Sekunden ; SII (6,5nm) – 15 x180 Sekunden

Bildbearbeitung:

Astroart 9 – AffinityPhoto 2 – GraXpert – Siril

Mehr über das Motiv:

Der sogenannte Blasennebel, welcher im Sternbild Cassiopeia zu finden ist, ist ein Teil von einer größeren HII-Region, wo der zentrale Nebel von einem heißen O-Stern zum Leuchten angeregt wird. Dieser ist auch durch den Sternwind für die recht einmalige Form des Nebels verantwortlich. Große Mengen an Gas bewegen sich dabei mit 28 km/s durch den Raum, treffen dabei auf vorhandenes Gas und Materie der Umgebung, sodass die Stoßfront zu der Bildung des Blasennebel beigetragen hat. Dieser Riesenstern steht aber mittlerweile nicht mehr im Zentrum von dem Nebel. Der Stern hat gut 44 Sonnenmassen und er leuchtet 400.000-mal heller als die Sonne. Der Blasennebel ist etwa 8800 Lichtjahre entfernt und der Durchmesser des zentralen Bereichs beträgt gute 8 Lichtjahre.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):

Auch wenn das Sternbild Cassiopeia zirkumpolar ist und somit das ganze Jahr immer am Nachthimmel zu sehen ist, beschränkt sich die beste Sichtbarkeit von NGC 7635 auf die Monate August bis Dezember. Denn nur dann steht das Objekt ausreichend hoch am Himmel, um es zu fotografieren, oder zu beobachten.

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