Orionnebel M42


Name des Motives:                                                   Orionnebel M42
Fotograf:                                                                    Karsten Kopp

Aufnahmeort und -datum:                                      an drei Nächten vom 26.02. – 05.03.2022 in der Eifel nahe Blankenheim

Equipment und Aufnahmedaten:                         Die Bilder wurden mit einer Canon 700Da bei ISO 800 ohne weitere Filter gemacht. Die Gesamtbelichtungszeit beläuft sich auf 4 Stunden und 32 Minuten. Als Teleskop kam ein TS 72`er APO f/6 auf einer iOptron CEM 40 Montierung mit der Guidingsoftware PHD 2 zum Einsatz.
 
Bildbearbeitung:                                                       Es  kamen Astroart 8, Siril und Gimp zum Einsatz.

Mehr über das Motiv:                                              Der Orionnebel M42 ist einer der hellsten und wohl auch schönsten Emissionsnebel am Himmel, welcher auch schon im Fernglas und erst recht im Teleskop ein faszinierendes Objekt ist. M42 ist 1350 Lichtjahre von der Erde entfernt hat ein Durchmesser von ca. 25 Lichtjahren und hat ein Alter von gut 3 Millionen Jahren. Das riesige Sternentstehungsgebiet hat eine Helligkeit von 3,7 mag und befindet sich in dem bekannten Sternbild Orion.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):                          Die beste Beobachtungszeit erstreckt sich von Oktober bis März.

Rosetten-Nebel

Name des Motives:                      Rosetten-Nebel

Fotograf:                                        Mathias Böhme
Aufnahmeort und -datum:          Köln, Sülz in der Nacht auf den 13.12.2022

Equipement und Aufnahmedaten:           Ausrüstung: Skywatcher 150PDS (Teleskop), Baader Komakorrektor MPCC, ZWO ASI 2600mc pro (Astrokamera), Optolong L-Extreme 2″ (Filter), AsiAir Pro (Steuerungscomputer), ZWO Off Axis Guider (zur Sternverfolgung), ZWO ASI 290 mm (Nachführkamera), ZWO AM5 (Montierung)

Aufnahmedaten:                           56 Lights zu 300 Sekunden = 280 Minuten plus Korrekturbilder 
Bildbearbeitung:                           Als Software kamen Pixinsight und Photoshop zum Einsatz.

Mehr über das Motiv:                  Der Rosettennebel ist ein diffuser Emissionsnebel mit eingebettetem offenen Sternhaufen im Sternbild Einhorn. Der Nebel hat eine Größe von 80.0′ × 60.0′ und eine scheinbare Helligkeit von 6,0 mag. Heute bezeichnen die NGC-Objekte NGC 2237, NGC 2238, NGC 2239 und NGC 2246 verschiedene Teile des Nebels. Die zahlreichen Katalognummern sind wohl auch den Limitierungen der visuellen Instrumenten des 19ten Jahrhunderts zuzuschreiben. Sharpless hat den Nebel als ein Objekt bezeichnet (Sh2-275) – er arbeitete mit Fotoplatten. Der Nebel ist ca. 5.000 Lichtjahre entfernt und eine Ausdehnung von rund 100 Lichtjahren.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):  Der Rosettennebel ist ähnlich dem großen Orionnebel (M42) ein klassisches Objekt der Wintermonate. Er ist von der nördlichen Hemisphäre am besten in den Monaten Dezember bis Anfang März zu beobachten/fotografieren.

Mars

Name des Motives:                                    Mars

Fotograf:                                                      Karsten Kopp

Aufnahmeort und -datum:                        Kuppel der Volkssternwarte Köln, Datum – 11.11.2022

Equipement und Aufnahmedaten:          CLT mit 250 mm Öffnung durch eine Lochblende. 5400mm Brennweite also f/22 – Kamera ASI 290 mc mit 46 ms und 3000 Einzelbildern

Bildbearbeitung:                                        Aufnahmesoftware  – ASI Studio – Autostakkert 3 – Fitswork und Astroart 8

Mehr über das Motiv:                                Mars war während der Aufnahme nur wenige Wochen vor seiner größten Annäherung an der Erde. Die Entfernung betrug in etwa 86,4 Millionen Kilometer zur Erde.

Beste Sichtbarkeitszeit:                     Der Mars ist zur Zeit ein Objekt der ganzen Nacht und mit seiner Helligkeit und der rötlichen Färbung sehr auffällig. Im Dezember findet man in im Sternbild Stier.   

IC 1805 – Herznebel

Fotograf:                                        Peter Schmidt
 
Aufnahmeort und -datum:        Friesheimer Busch, 05./08.02.2018
 
Equipement und Aufnahmedaten:
Teleskop: Takahashi FS 60C mit Original-Reducer 0,72 = 255 mm, Brennweite f4,3.
Kamera: Canon 700Da cooled, auf -21 Grad eingestellt.
Kameraeinstellung: ISO 800, 15×900 sec., 4xDarks, 10xFlats, AWB-neutral.
Filter: 12nm H-Alpha von Astronomik.
Filter am 08.02.2018: CLS von Astronomik.
Kameraeinstellung: ISO 800, 8×900 sec, 4xDarks, 10xFlats, AWB-neutral.
 
Bildbearbeitung:                                        Deep-Sky-Stacker und Photoshop
 
Mehr über das Motiv:
Der Herznebel liegt im Sternbild Kassiopeia und ist ca. 7500 Lichtjahre entfernt und hat eine Ausdehnung von etwa 60×60 Bogenminuten. Es ist ein großer Emissionsnebel mit leuchtendem ionisierten Wasserstoffgas und eingebetteten dunkleren Staubbahnen.
 
Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):          Juli bis Januar

M33 Dreiecksgalaxie

Messier 33 oder Dreiecks-Galaxie 

Fotograf: Mathias Böhme
Aufnahmeort:  Eifel (Nahe Blankenheim) sowie Köln Sülz (Nahe Sternwarte)

Equipment und Aufnahmedaten:           
21. August: 23×300 Sekunden ohne Filter (Gain 100, -10 Grad C), je 30 Flats, Darkflats und Darks sowie 03. September: 23×300 Sekunden mit Duo-Narrowband-Filter (Gain 100, 0 Grad C), je 30 Flats, Darkflats und Darks; insgesamt 230 Minuten Belichtungszeit

Ausrüstung:  
Skywatcher AZ-EQ 5, Skywatcher 150PDS, ZWO ASI 2600mc-pro, EAF, ASIAir Pro, ZWO Off Axis Guider, ZWO ASI 290mm mini

Bildbearbeitung:  Stacking und Postprocessing in Pixinsight, finale Bearbeitung in Photoshop 

Mehr über das Motiv:  Die Spiralgalaxie Messier 33 (M33) befindet sich im dreieckigen Sternbild Triangulum, was ihr den Spitznamen Triangulum(Dreiecks)-Galaxie einbringt. M33 ist etwa halb so groß wie unsere Milchstraße und nach der Andromeda-Galaxie (M31) und der Milchstraße das drittgrößte Mitglied unserer Lokalen Gruppe von Galaxien. Ihre Entfernung zur Erde beträgt ca. 2,9 Millionen Lichtjahre. Weitere Informationen hier.

Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):  Anfang September bis Ende Januar   

Tag der Astronomie 2022

Nach über zwei Jahren Aussetzen von regulären Astronomietagen, können wir endlich wieder, zusammen mit über 200 Sternwarten in Deutschland und in der Schweiz zum diesjährigen Astronomietag einladen.

Wo: Volkssternwarte Köln

Wann: 01. Oktober 2022 – 17:00 – 22:00 Uhr.

Wir laden Euch Sie bei freien Eintritt in die Volkssternwarte Köln ein.

Unser Programm:

Teleskopbeobachtung aus unserer Kuppel.

Wenn Ihr Spiegelreflex-Kameras von Canon oder Nikon habt, bringt Sie doch einfach mit, und macht mit unserem großem Teleskop eigene Astrofotos.

Teleskopbeobachtung vom Schulhof aus. Habt Ihr ein eigenes Teleskop? Dann bringt es doch einfach mit.

Astro-Quiz mit Preisen

Teleskopausstellung und Teleskopberatung für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Ausstellung Astrofotografie

Vorträge:
18:00 Uhr – Sagenhafter Herbsthimmel
19:00 Uhr – Astrobiologie
20:00 Uhr – Die Monde des Sonnensystems

Kinder-Bereich:
17:00 – 20:00 Uhr – Kinderecke mit Basteltipps und Kinder-Astro-Quiz

*Eintritt frei!
**Live-Beobachtung ist nur bei klarem Himmel möglich!

Bitte beachten Sie, dass die Parkplatzsituation im Umkreis der Volkssternwarte sehr begrenzt ist. Planen Sie bitte etwas Zeit ein, und suchen Sie im weiteren Umfeld oder kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Komet C/2020 F3 Neowise

Komet C/2020 F3 Neowise
Fotograf: Peter Schmidt
Aufnahmeort: Glessener Höhe, 21.07. und 22.07.2020

Canon 60D mod.
Objektiv: Canon 200mm USM II Ultrasonic 2,8 auf Blende 4 (Lochblende an der Frontlinse montiert!)
Filter: Hutech IDAS LPS-D1 MFA.
Belichtung: 76x1min. bei ISO 400, auf Skywatcher AZ-EQ 6, keine Darks und Flats.
Bildbearbeitung:  Fitswork und PS.

Mehr über den Kometen C/2020 F3 Neowise hier

Flaming Star Nebula (IC405)

Teleskop/Objektiv (Aufnahme): Samyang 135 mm f2.0
Aufnahmekamera: Canon EOS 600D
Montierung: Skywatcher AZ-GTi
Filter: Optolong L-eNhance 2″ Ha & OIII
Zubehör: ZWO ASIAIR
Software: Aries Astro Pixel Processor – PI – Adobe Photoshop CC 2019
Teleskop/Objektiv (Nachführung): ZWO Guidescope 30mm F4
Nachführkamera: ZWO ASI 120mm

Datum: 27. – 28. Februar 2022
Fotograf: Mathias Böhme

M 3

Objekt – M 3 (Sternbild Jagdhunde)
Objektart – Kugelsternhaufen
Entfernung bzw. Ausdehnung – 34000 Lichtjahre und 223 Lichtjahre in der Ausdehnung
Aufnahmeort – Eifel nähe Blankenheim
Teleskop und Kamera – 8 Zoll RC f/5,36 mit Canon 700Da
Belichtungszeit – 47 Minuten

Fotograf: Karsten Kopp

ESA-Astronaut Matthias Maurer gelandet

Von Ulrike Krings Rocha

Für ein halbes Jahr lebte der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer im All auf der ISS und führte über 100 Experimente in Schwerelosigkeit durch. Nach erfolgreicher Landung mit der Dragon-Kapsel vor der Küste Floridas ging es für den Astronauten weiter nach Köln.

Ankunft von Matthias Maurer am Flughafen Köln / Bonn. Bild: Ulrike Krings Rocha

Er ist zurück! Freudestrahlend steigt Matthias Maurer die Treppe des Flugzeugs herunter, mit dem er aus den USA auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln / Bonn gelandet ist. Von Müdigkeit keine Spur, obwohl das Flugzeug am Samstag den 7. Mai 2022 erst nach Mitternacht gelandet ist. Am Flughafen begrüßen ihn Verwandte, Freunde und Mitarbeitende. Sie jubeln ihm zu, heißen ihn mit kleinen Deutschland-Fähnchen willkommen. Maurer sei „sehr glücklich“ wieder zuhause zu sein. Die Umstellung auf die Schwerkraft sei anstrengend, er sei daher „noch etwas wackelig auf den Beinen“, beim Gehen merke er das ein bisschen. Die Schwerkraft bekam der Astronaut etwa eine halbe Stunde nach der Landung mit voller Kraft zu spüren.

Matthias Maurer berichtet kurz nach seiner Landung in Deutschland vom Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS. Bild: Ulrike Krings Rocha

In 90 Minuten saust die Internationale Raumstation ISS einmal drum herum, Maurer faszinierte der Blick auf die Erde: „Das zeigt einem eigentlich wie klein die Welt ist“. Große Demut empfinde er für unseren Planeten: „Da sieht man wirklich, dass die Erde eine Kugel ist“. Vom Weltraum aus sei die „Schönheit zu sehen“, gleichzeitig sehe man „was die Menschen mit der Erde machen“. Tagebauten zeichnen sich ab, Ackerland und Gebiete, in denen der Regenwald abgeholzt wird. Der Folgen des Klimawandels seien von der ISS aus deutlich zu erkennen, berichtet Maurer. Maurer ist „sehr zufrieden, wie die Mission gelaufen ist“ und fügt hinzu: „Viele Menschen haben dazu beigetragen“. Wie geht’s für Maurer weiter? Erstmal „Füße hochlegen“ und „hoffentlich bald Urlaub machen“ sagt er und lächelt. Ein bisschen gedulden muss er sich bis dahin aber noch, denn erstmal geht seine Reise weiter zur Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Das so genannte Envihab am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln-Porz. Bild / Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Ferien im „:envihab“?

Noch nicht ganz. Denn zuerst wird der Astronaut für ein paar Wochen im Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des DLR (Deutsches Zentrums für Luft- und Raumfahrt) untergebracht. Im :envihab (Abkürzung stammt von den Worten „environment“ und „habitat“) wird er unter der Leitung  von Frau Dr. Melanie von der Wiesche medizinisch betreut. Er wird in einer „Art Ferienwohnung“ wohnen, berichtet sie in einem Video des DLR. Maurer darf Besuch von seiner Familie bekommen und wünscht sich Pizza und Salat für sein erstes irdisches Mittagessen. Sporteinheiten und Analysen zu Maurers Gesundheitszustand stehen für die nächste Zeit auf der Tagesordnung, Urlaub gibt’s also später. Die Untersuchungen und Sporteinheiten helfen dem Astronauten sich wieder ins Leben mit Schwerkraft einzufinden. Unter der Fragestellung  „wie kann der Mensch in komplexen Umgebungsbedingungen gesund und leistungsfähig bleiben“ fließen Maurers Ergebnisse mit in die Forschung der Luft- und Raumfahrt ein.

 

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