Messier 16 und die Säulen der Schöpfung in der Hubble-Palette

Name des Motives:Messier 16 und die Säulen der Schöpfung in der Hubble-Palette
Fotograf:Mathias Böhme
Aufnahmeort und -datum:Die Aufnahmen entstanden vom 7. bis 9. Juni 2024 in Köln (Sülz).
Equipment und Aufnahmedaten:Montierung ZWO AM5, Kamera ZWO ASI 585mc pro,
Teleskop Skywatcher 150PDS, Guiding mit ASI 120mm
an 30/120 Guidescope, Filter Optolong L-Extreme, AsiAir
134 x 120 Sekunden bei Gain 252 und -10 Grad Celsius,
Kalibirierung mit Master-Dark, Master-Flat, Maste-Darkflat,
gedithert, insgesamt 268 Minuten Belichtungszeit.
Bildbearbeitung:Pixinsight und Photoshop
Mehr über das Motiv:Messier 16, auch bekannt als der Adlernebel oder IC 4703,
ist ein Nebel im Sternbild Schlange, der mit einem offenen
Sternhaufen verbunden ist.
Der offene Sternhaufen trägt die Nummer NGC 6611.
Der Adlernebel ist von der Sonne etwa 7.000 Lichtjahre
entfernt und weist eine scheinbare Helligkeit von 6,4m auf.
Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff. Der ca. 20 Lichtjahre
große Nebel enthält Staubsäulen, die bis zu 9,5 Lichtjahre lang
sind und in denen sich neue Sterne befinden, weshalb sie auch
„Säulen der Schöpfung“ getauft wurden. Diese Sterne sind im
sichtbaren Licht noch nicht erkennbar. Mehrere „Globulen“
konnten hier nachgewiesen werden. Sie sind Vorstufen von
neuen Sternsystemen.
Die wahren Ausmaße des gesamten Komplexes erreichen
etwa 55×45 Lichtjahre.
Die ersten Sterne in diesem Sternhaufen begannen vermutlich
vor rund 5 Millionen Jahren zu leuchten. Einige Sterne sind
sehr jung. Die jüngsten leuchten erst seit weniger als 100.000 Jahren.
Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):Mitte Juni bis Mitte August.

Polarlichter über der Dachterrasse der Volkssternwarte Köln e.V. in Köln-Sülz

Name des Motives:Polarlichter über der Dachterrasse der Volkssternwarte Köln e.V. in Köln-Sülz
Fotograf:Marco Dresbach-Runkel
Aufnahmeort und -datum:Dachterrasse der Volkssternwarte Köln e.V. am 11. Mai 2024 (00:30 – 01:00 Uhr)
Equipment und Aufnahmedaten:iPhone 15 Pro (iOS 17.5); Einstellung: Automatik;
kein Stativ u. keine voreingestellte längere Belichtungszeit;
Die Automatik hat lediglich ca. 2 Sekunden scharfgestellt und dann ausgelöst.
Bildbearbeitung:Die Sonnenaktivität befindet sich derzeit im Bereich ihres Maximums
und bescherte uns am 11.05.24 (00:30 Uhr bis ca. 01:00 Uhr) in Köln-Sülz
ein äußerst seltenes Schauspiel, nämlich Polarlichter (Aurora borealis).
Wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes mit dem Erdmagnetfeld
wechselwirken und auf die oberen Atmosphärenschichten treffen, können
diese u.a. Stickstoff- und Sauerstoffatome in unterschiedlichen Farben zum
Leuchten anregen.

Bei diesem Foto handelt es sich um einen spontanen Schnappschuss der
Polarlichter mit dem vg. Equipment und Aufnahmedaten. Die dargestellte
Farbintensität kommt den realen bzw. visuell wahrgenommenen Farben
sehr nahe und ist nicht übertrieben. Meist werden Bilder mit Stativ und
längeren Belichtungszeiten erstellt, was optisch zwar sehr schön, aber
oftmals nicht der augenscheinlichen Realität entspricht.

Weitere Bilder/Angaben finden Sie bei unseren Polarlicht- und
Sonnenbeiträgen im Forum aus dem Monat Mai 24 unter der Rubrik
„Astrofotografie und Bildbearbeitung“.
Beste Sichtbarkeitszeit (Monate):Wenn die Sonnenaktivität im Rahmen ihres 11-Jahreszyklus im Bereich
ihres Maximums liegt. Auch unabhängig vom v.g. Zyklus, können spontane
sehr starke Materieausbrüche auf der Sonnenoberfläche, entsprechende
Polarlichter auch in unseren Breiten kurzzeitig hervorrufen.

Komet 12P/Pons Brooks

Name des Motives:Komet 12P/Pons Brooks
Fotograf:Peter Schmidt
Aufnahmeort und -datum:Friesheimer Busch, 18.03.2024
Equipment und Aufnahmedaten:Teleskop: SkyWatcher Quattro Newton 150P f3,45.
Montierung: AZ EQ6 – GT. Guiding: 8×50 Sucher und
Lacerta MGEN.
Kamera: ZWO-ASI071 MC-Pro. Filter: UV/IR Sperrfilter.
Belichtungseinstellung: 37x60sec., Gain 100, -10 Grad,
je 30xDarks, Flats und Darkflats.
Bildbearbeitung:DSS, GraXpert, Fitswork und PS.
Mehr über das Motiv:Der Komet wurde im Jahr 1812 von Jean-Louis Pons
am Observatorium in Marseille und später von William
Roberts Brooks im Jahr 1883 entdeckt. Mit einer
Umlaufszeit von 71 Jahren ist der Himmelskörper
ein langperiodischer und zugleich einer der hellsten
bekannten Kometen.

Baum unter den Sternen auf La Palma

Name des Motives:Baum unter den Sternen auf La Palma
Fotograf:Stefan Kirschstein
Aufnahmeort und -datum:Das Bild wurde während eines „Sternenurlaubs“ am 18.7.2023 auf La Palma aufgenommen. La Palma hat viele „offizielle“ Orte, wo der Sternenhimmel besonders gut beobachtet werden kann und wo auch immer wieder Sternenführungen von örtlichen Veranstaltern angeboten werden. Dieses Foto wurde an einem dieser Orte, dem „Mirador Astronómico del Llano del Jable“ im Südwesten der Insel aufgenommen.
Equipment und Aufnahmedaten:Bei dem Foto handelt es sich um eine einzelne, langbelichtete Aufnahme mit einer astromodifizierten Canon EOS RP mit 25 s Belichtungszeit bei einer ISO von 6400. Objektiv war ein Samyang 14mm bei einer Blendeneinstellung von 2.8. Aufgrund des weitwinkligen Objektivs war gerade eben keine Nachführung erforderlich.
Bildbearbeitung:Das Bild musste, da es ein Einzelbild war, nur wenig in Lightroom nachbearbeitet werden.
Mehr über das Motiv:Das Motiv ist ein klassisches „Nightscape“, also die Art von Astrofotografie, wo es nicht allein um die Abbildung eines astronomischen Objektes geht, sondern um eine nächtliche Landschaftsaufnahme. Blickrichtung bei dem Bild ist NO, so dass am Himmel die Schwan-Region der Milchstraße gut erkennbar ist.

„Orions Hüfte “ (von Boogeyman bis Messier 78)

Name des Motives:„Orions Hüfte “ (von Boogeyman bis Messier 78)
Fotograf:Mathias Böhme
Aufnahmeort und -datum:Die Aufnahmen entstanden am 9. und 10. Januar 2024 in der Eifel (nahe Blankenheim).
Equipment und Aufnahmedaten:Montierung ZWO AM5, Teleskop ASKAR FRA300pro (f/5),Kamera Canon 6D(a), Guidescope ZWO ASI f/4 mit ASI 120mm, AsiAir pro Bildbearbeitung: GraXpert, Pixinsight + Photoshop
Bilddaten:102 x 300 Sekunden bei ISO 1600, keine Darks, keine Flats, gedithert, Master-BIAS, insgesamt 510 Minuten Belichtungszeit.
Mehr über das Motiv:Der Bildausschnitt befindet sich in etwa auf Höhe der östlichen Hüfte des Orion. Von links nach rechts: Boogeyman Nebel (LDN 1622), Barnards Loop (Sh2-276) und Messier 78. Am unteren Bildfeld sieht man noch den Sternhaufen NGC 2112. Die Hüfte hat also einiges zu bieten 😉

Staubteufel im Orion:
LDN 1622, auch bekannt als der „Boogeyman-Nebel“, ist ein Dunkelnebel im Sternbild Orion. Er besteht aus dichtem Staub und Gas, die das Licht von dahinter liegenden Sternen absorbieren.
Der Nebel hat eine Form, die an einen tanzenden Teufel erinnert. Die spitzen „Hörner“ des Nebels werden von jungen, massereichen Sternen erodiert, die starke Winde und Strahlung abgeben. Diese Strahlung bläst den Staub und das Gas des Nebels weg und lässt die charakteristische Form entstehen.

Kosmisches Leuchten am Winterhimmel:
Barnards Loop, auch bekannt als Barnard 33, ist ein riesiger Emissionsnebel im Sternbild Orion.
Es ist ein sehr großes und komplexes Gebilde. Die Wolke besteht aus mehreren Filamenten und Bögen, die von jungen, massereichen Sternen angestrahlt werden. Diese Sterne emittieren ultraviolette Strahlung, die das Gas im Nebel zum Leuchten anregt.

Ein funkelndes Juwel:
Messier 78 (auch bekannt als NGC 2068) ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Orion. Reflexionsnebel sind im Gegensatz zu Emissionsnebeln nicht selbst leuchtend, sondern reflektieren das Licht von nahen Sternen. M78 ist mit 8,0 mag der hellste Reflexionsnebel am Nachthimmel.Er befindet sich in der Nähe des Oriongürtels.
M78 ist ein sehr schöner und kompakter Nebel. Die blaue Farbe des Nebels rührt daher, dass das Licht der nahen Sterne vom Staub in dem Nebel gestreut wird. Messier 78 ist nicht nur wegen seiner bläulichen Farbe und seiner Helligkeit bemerkenswert. Es beherbergt auch eine Vielzahl junger Sterne, die noch in der Entstehungsphase sind. Diese Sterne sind für die sichtbare Beleuchtung des Nebels verantwortlich. Seine Entfernung beträgt etwa 1.600 Lichtjahre.

Offener Sternhaufen:
NGC 2112 ist ein „junger“ Sternhaufen. Er ist nur etwa 10 Millionen Jahre alt. Er ist fast doppelt so weit entfernt wie M78 (3.064 Lichtjahre).
Beste Sichtbarkeitszeit:Das Sternbild Orion ist ein klassisches „Wintersternbild“. Insofern ist die beste Beobachtungszeit von Mitte November bis Mitte Februar.

NGC 6188, Fighting Dragons aus Namibia

Name des Motives:
NGC 6188, Fighting Dragons aus Namibia
Fotograf:
Karsten Kopp
Aufnahmeort und -datum:
Kiripotib – Namibia / 21.05.2023 & 22.05.2023
Equipment und Aufnahmedaten:Teleskop – APM Apo 107 mit Riccardi Reducer/Flattener 0.75x (f/4,9)
auf einer EQ6-R pro. / Kamera – Lacerta DSpro 2600c – Ohne Filter
am 21.05. und 22.05. mit 46 Einzelaufnahmen zu je 300 sec. &
am 22.05.2023 mit IDAS NB 12 Schmalbandfilter, mit 22
Einzelaufnahmen zu je 300 sec. – Gesamtbelichtungszeit –
5 Stunden und 40 Minuten. SQL im Mittel 21,65 mag/arsec²
(mit Milchstraße im Zenit). Flats, Dark-Flats und Darks wurden angefertigt.
Bildbearbeitung:
Astroart 8 + Siril + GraXpert AI + AffinityPhoto 2
Mehr über das Motiv:Der schöne Emissionsnebel NGC 6188 ist auch unter dem Namen
„The fighting Dragon“ bekannt. Dieser Nebelkomplex und der
dazugehörige recht unscheinbare offene Sternhaufen NGC 6139,
welcher leicht rechts unterhalb der Bildmitte zu finden ist, sind die
Hauptkomponenten des Bildes. Der hellste Stern von dem Sternhaufen
mit der Bezeichnung HD 150136 und weitere heiße Sterne, sind für das
Leuchten im Nebel verantwortlich. Nebel und offener Sternhaufen
sind ca. 4.000 Lichtjahre entfernt.
Beste Sichtbarkeitszeit:Den Nebel NGC 6188 und der Sternhaufen NGC 6193, findet
man im südlichen Sternbild Altar (lat. – Ara).
Von unseren Breitengraden sind die Objekte nicht
zu beobachten, aber auf den Kanarischen Inseln ist
eine erfolgreiche Sichtung schon möglich, auch wenn
die Objekte nicht wirklich hoch über den Horizont kommen.
Die beste Beobachtungszeit sind dann hier die Monate Juli
und August. Für eine wirklich gute Beobachtung ist hier aber
der Südsternhimmel die erste Wahl und hier bieten sich die
Monate April bis Oktober dann am besten an. Für den
Sternhaufen reicht ein Fernglas für eine erfolgreiche
Sichtung schon aus, wo gegen man für den Nebelkomplex
schon ein mittelgroßes Teleskop braucht und auch
Schmalbandfilter für eine vernünftige Beobachtung sehr hilfreich sind.

Sonne im H alpha „mit Adventskerze“

Name des Motives:Sonne im H alpha „mit Adventskerze“
Fotograf:Peter Schmidt
Aufnahmeort und -datum:07.12.2023
Equipment und Aufnahmedaten:Coronado Solarmax II, 90/800mm DS, BF30,
Kamera: ZWO-ASI1600MM-Monochrome
Bildbearbeitung:Autostakkert3!, Giotto und PS
Mehr über das Motiv:Sonne im Licht des Wasserstoffes (H-alpha bei 656,28nm).
Eine Protuberanz stand da wie eine Kerze. Passend zur 1. Adventswoche.
Die „Kerzenprotuberanz“ hatte eine Höhe von ca. 126000km
(fast 10 Erddurchmesser) von der Erde aus gesehen.
Beste Sichtbarkeitszeit:Jeden Tag, bei wolkenlosem Wetter …

Nordamerika-Nebel / Pelikan-Nebel

Name des Motives:

Nordamerika-Nebel / Pelikan-Nebel

Fotograf:

Mathias Böhme

Aufnahmeort und -datum:

Die Aufnahmen entstanden am 26. und 27. Mai 2023 in der Nähe von Lüneburg

Equipment und Aufnahmedaten:

Montierung ZWO AM5, Objektiv Samyang 135mm (@ f/2.8), Kamera ZWO ASI 533mc pro mit Optolong L-Extreme Filter, Guidescope ZWO ASI f/4 mit ASI 120mm, AsiAir mini, Stromversorgung mit Fox Halo Power Pack 96K
49 x 300 Sekunden bei Gain 101 und -10 Grad, insgesamt 245 Minuten Belichtungszeit
Master-Dark, 30 Flats und 30 Darkflats

Bildbearbeitung:

Graxpert, Pixinsight und Photoshop

Mehr über das Motiv:

Der Nordamerikanebel, auch bekannt als NGC 7000, erstreckt sich über eine Fläche von ca. vier Vollmond-Durchmessern am Himmel. Dieser Nebel erhielt seinen Namen aufgrund seiner Form, die an eine Landkarte des nordamerikanischen Kontinents erinnert. Er liegt im Sternbild Schwan und ist zwischen 2.000 und 3.000 Lichtjahre von uns entfernt. Der Nebel besteht hauptsächlich aus Wasserstoff, der teilweise in ionisierter Form (HII) auftritt und sichtbares Licht in Form von tiefroter Strahlung emittiert. Dieses Leuchten wird durch die Strahlung von nahegelegenen Sternen angeregt. Der Nordamerikanebel wurde im Jahre 1786 von William Herschel entdeckt.

Der Pelikannebel ist nicht weit entfernt. Seine Katalognummer lautet IC 5070. Dieser Nebel wurde am 10. Juni 1891 von Max Wolf entdeckt. Er ist ebenfalls eine H II-Region, die mit dem Nordamerika-Nebel im Sternbild Cygnus assoziiert ist. Der Pelikannebel ist etwa 2.000 Lichtjahre entfernt.


Die visuelle Erscheinung beider Nebel wird durch dunkle Staubwolken erzeugt, die von uns aus vor den hellen Gasregionen liegen und diese teilweise verdecken.

Beste Sichtbarkeitszeit:

Die Region ist gut in der Zeit zwischen Mai bis November sichtbar. Im September hat sie ihre beste Sichtbarkeit.

Eta Carinae (aus Namibia)

Name des Motives:

Eta Carinae aus Namibia

Fotograf:

Karsten Kopp

Aufnahmeort und -datum:

Kiripotib – Namibia / 18.05.2023 & 21.05.2023

Equipment und Aufnahmedaten:

Teleskop – APM Apo 107 mit Riccardi Reducer/Flattener 0.75x (f/4,9) auf einer EQ6-R pro. / Kamera – Lacerta DSpro 2600c – Ohne Filter am 18.05. mit 54 Einzelaufnahmen zu je 180 sec. & am 21.05.2023 mit IDAS NB 12 Schmalbandfilter, 26 Einzelaufnahmen zu je 300 sec. – Flats, Dark-Flats und Darks wurden angefertigt. Gesamtbelichtungszeit – 4 Stunden und 52 Minuten. SQL im Mittel 21,65 mag/arsec² (mit Milchstraße im Zenit).

Bildbearbeitung:

Astroart 8 + Siril + GraXpert AI

Mehr über das Motiv:

Der Eta Carinae Nebel mit der Katalogbezeichnung NGC 3372 ist ein riesiger Emissionsnebel im Sternbild Carina. Der Nebel ist zwar von der Flächenhelligkeit schwächer als der Orionnebel M 42, aber wesentlich größer. Der Nebel hat eine Helligkeit von 3,0 mag und ist gute 7.500 Lichtjahre entfernt. Die Entfernungsangaben schwanken hier aber, so dass es auch Quellen mit gut 10.000 Lichtjahren gibt. Der Durchmesser wird mit 200 bis 300 Lichtjahren angegeben. Im inneren ist der helle Stern (ein Doppelstern) η Carinae zu sehen. Ein extrem massereicher Stern mit etwa 100 – 200 Sonnenmassen. Selbst der Begleitstern kommt noch auf 30 – 80 Sonnenmassen.

Beste Sichtbarkeitszeit:

Der Eta Carinae Nebel ist nur vom Südsternhimmel zu beobachten, hier aber auf jeden Fall ein absolutes Highlight. Ein kleines Fernglas reicht schon für eine detaillierte Beobachtung aus. Der Nebel ist am Südsternhimmel am besten zwischen Januar und August zu beobachten.

Saturn (mit dem CLT aufgenommen)

Name des Motives:

Saturn (mit dem CLT aufgenommen)

Fotograf:

Karsten Kopp & Peter Schmidt

Aufnahmeort und -datum:

Volkssternwarte Köln, am 23.08.2023

Equipment und Aufnahmedaten:

Aufgenommen am CologneLargeTelescope mit einer 10 Zoll Lochblende versehen. Die Aufnahmen wurden mit unserer Vereinskamera, der ASI 1600mm pro und dem Baader Filtersatz L-R-G-B gemacht. 2000 Einzelbilder zu je 31ms pro Farbkanal. Im L-Kanal kamen nochmal 6000 Einzelbilder mit ebenfalls 31 ms je Bild dazu. Ab hier hat Peter noch etwas korrigiert, da er die Bilder vom Luminanzkanal nicht verwenden konnte.

Bildbearbeitung:

Autostakkert!3, Giotto, Filtswork und PS. Es wurden nur die RGB Summenbilder verarbeitet. Daraus wurde ein Luminanzbild erzeugt und mit 15 Prozent Schärfung mit dem RGB Bild überlagert. Die Luminanzaufnahmen konnte Peter leider wegen leichter Unschärfen nicht übernehmen.

Mehr über das Motiv:

Saturn ist der zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem und wird wegen seines schönen Ringsystems gerne auch der „Herr der Ringe“ genannt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war Saturn gute 1,3 Milliarden Kilometer (72 Lichtminuten) von der Erde entfernt.

Beste Sichtbarkeitszeit:

Im Monat Oktober 2023 ist der Saturn im Sternbild Wassermann zu finden und auch dort mit 0,7 mag das hellste Objekt in diesem Sternbild. Saturn ist derzeit ein Objekt des Abendhimmels und geht zum Ende des Monats um kurz nach  1 Uhr unter.

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