Häufig gestellte Fragen

Muss ich mich zu einem Vortrags-/Beobachtungsabend anmelden?

Nein, schauen Sie zu einem Vortrags- oder Beobachtungstermin einfach vorbei. In der Regel ab 30 Minuten vor Beginn. Aus Sicherheitsgründen können wir maximal 40 Besuchern Platz bieten und der Eintritt zu unseren Veranstaltungen ist nur bis eine Viertelstunde nach Beginn möglich.


Kann ich einen Platz im Vortragsraum bei einem der Vorträge reservieren?

Wir haben hier auf der Webseite die Funktion eingeführt, unentgeltlich Plätze für Freitagsvorträge zu reservieren. Der Eintritt wird erst an der Kasse fällig. Bitte beachten Sie, dass wir im Voraus nur 10 der verfügbaren Plätze reservierbar machen und die Reservierung bei nicht rechtzeitigem Erscheinen 10 – 15 Minuten vor dem Beginn erlischt und die Plätze normalen Besuchern zur Verfügung gestellt werden.


Kann man in der Volkssternwarte Köln ein Schülerpraktikum machen?

Leider nicht. Die Volkssternwarte Köln wird von den Mitgliedern der Vereinigung der Sternfreunde Köln e.V. ehrenamtlich und nach Feierabend betrieben. Sie ist daher in der Regel nur abends zugänglich, also zu unseren öffentlichen Beobachtungsabenden, Mitgliederveranstaltungen und Sonderführungen. Damit erfüllt sie nicht die Anforderungen an den zeitlichen Rahmen eines normalen Schüler-Praktikums.


Kann man ein „Jugend forscht“-Projekt in der Volkssternwarte Köln machen?

Oh ja. Wir sind bei „Jugend forscht“ offiziell als Bildungseinrichtung und Unterstützer registriert. Im Wettbewerbsfeld „Geo- und Raumwissenschaften“ kann man auch mit Themen der Astronomie und Astrophysik teil nehmen. Wir können mit der (angeleiteten) Nutzung unserer Geräte, Fachliteratur, Fachwissen, u.v.m. bei einem „Jugend forscht“-Projekt unterstützen. Bei Interesse bitte eine Mail an vorstand@volkssternwarte-koeln.de senden mit dem Betreff „Jugend forscht“.


Gibt es bei besonderen astronomischen Ereignissen Sonderveranstaltungen?

Soweit möglich, ja. Achten Sie auf die dabei auf die Tagespresse oder Hinweise auf unserer Webseite oder Facebook-Seite.


Kann ich bei Ihnen einen Stern(-namen) als Geschenk kaufen?

Man kann Sterne benennen – ebenso, wie man auch dem Baum in seinem Garten einen beliebigen Namen geben kann. International anerkannt wird dies aber auch dann nicht, wenn man eine Urkunde mit dem Bild seines Sterns in den Händen hält. Eine „Sterntaufe“ hält allenfalls als lustiger Gag her, der aber ziemlich teuer werden kann. Wird irgendwo behauptet, dass der Stern anschließend in irgendeinem ‚offiziellen‘ Katalog, der von Astronomen benutzt werden soll, mit Ihrem Wunschnamen erscheint, so kann dies nicht den Tatsachen entsprechen. Daher unterstützen wir eine solche Aktionen nicht.

Einige lokale Astronomie-Vereine oder Sternwarten bieten an, Sternpatenschaften zu übernehmen. Dort wird allerdings mit offenen Karten gespielt und betont, dass es sich lediglich um eine Patenschaft handelt. Vergleichbar ist dies etwa mit einer Tierpatenschaft in einem Zoo. Die Spenden, die auf diese Weise gesammelt werden, verwenden die Vereine in der Regel für die Anschaffung und Wartung ihrer Ausrüstung.


Können Sie mir einen „geschenkten“ Stern im Teleskop einstellen?

Das machen wir gern, sofern es die Besucheranzahl zulässt. Bitte prüfen Sie vor Ihrem Besuch bei uns ob das Objekt überhaupt am Abend und generell am Nordhimmel zu beobachten ist und bringen Sie die genauen Himmelskoordinaten mit.


Der Verein gefällt mir und ich möchte ihn unterstützen. Wie kann ich das am besten?

Durch eine Spende  Mitarbeit oder einer Mitgliedschaft bei der Vereinigung der Sternfreunde Köln e.V., oder durch ein Sponsoring. Die Gemeinnützigkeit der Vereinigung ist vom Finanzamt anerkannt. Mitgliedsbeiträge und Spenden können steuerlich geltend gemacht werden.


Warum funkeln die Sterne?

Das Licht der Sterne am Nachthimmel muss Strecken von zig Billionen Kilometern bis zu uns zurücklegen und läuft durch den Raum zwischen den Sternen und Planeten praktisch ungehindert hindurch. Doch erreicht das Licht die Erdatmosphäre, ist es mit dem ruhigen Lauf vorbei: Luftströmungen und Blasen von Luft unterschiedlicher Temperatur lenken den Lichtstrahl ab. Da die Blasen oft nur wenige Meter groß sind und sich schnell bewegen, erfolgt die Lichtablenkung im Bruchteil einer Sekunde immer wieder anders. Der Stern funkelt, er scheint unregelmäßig zu leuchten, während er für Astronauten auf der Internationalen Raumstation ganz gleichmäßig leuchtet. Durch die Luftblasen ändert sich nicht nur die Helligkeit des Sterns, sondern auch seine Position am Himmel: Das Bild des Sterns am Himmel tanzt dabei hin und her. Auf lang belichteten Aufnahmen sind Sterne daher zu Scheibchen verschmiert. Da von den hellen Planeten im Sonnensystem weit mehr Licht kommt, fällt das Funkeln nur bei ganz extremer Luftunruhe auf. So lassen sich Sterne und Planeten meist am Himmel auf einfache Weise unterscheiden: Sterne funkeln, Planeten nicht


Was ist eine Sternschnuppe?

Nicht nur die Erde und die anderen Planeten kreisen um die Sonne. Auch eine Unmenge von Sand, Staub und bis Kieselstein große Partikel zieht im Raum zwischen den Planeten ihre Bahnen und stößt dabei auch mit der Erde zusammen. Täglich dringen in die Erdatmosphäre große Mengen solcher Partikel, sogenannte Meteoroide mit ein paar Zehntausend Kilometer pro Stunde Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein, glühen kurz als Meteor (Sternschnuppe) auf und verdampfen. Das auf mehrere tausend Grad aufgeheizte Gas um so einen verglühenden Körper ist das, was wir als Sternschnuppe beobachten.


Wie weit sind die Satelliten entfernt und kann man sie sehen?

Satelliten befinden sich, je nach Typ und Anwendung, in unterschiedlichen Bahnhöhen: Manche sind 500 bis 5.000 Kilometer weit weg und beobachten verschiedene Regionen der Erde im Überflug. Dagegen sind Navigationssatelliten rund 20.000 Kilometer weit weg und strahlen von dort ihre Signale ab. Am beliebtesten ist allerdings die Bahn, die es den Satelliten erlaubt, immer genau über einer Stelle auf der Erde zu stehen. Das ist bei Wetter- und Fernsehsatelliten der Fall. Damit das gelingt, muss seine Umlaufdauer um die Erde exakt gleich der Umlauflaufdauer der Erde um die eigene Achse sein. Das ist bei Satelliten mit einer Höhe von rund 36.000 Kilometern der Fall. Sie befinden sich damit im geostationären Orbit.

Viele Satelliten fliegen in einer Höhe von nur wenigen hundert Kilometern und haben oft eine stark reflektierende Außenhaut, sodass sie tatsächlich mit bloßem Auge sichtbar sind – wenn die Sonnenstrahlen im richtigen Winkel auf sie treffen. Weil die Satelliten so nahe an der Oberfläche ihre Kreise ziehen, ist die Zeit für ihre Beobachtung recht eingeschränkt: Wenn es am Boden hell ist, reicht ihre Strahlkraft nicht aus, und bei Nacht befinden sie sich größtenteils im Schatten der Erde. Lediglich in den Stunden nach Sonnenuntergang und kurz vor Sonnenaufgang besteht die Chance, dass die Sonnenstrahlen auf die dunkle Erdoberfläche reflektiert werden. Am besten dafür bekannt – neben der Sichtbarkeit der ISS – sind die Iridium-Kommunikationssatelliten, die über eine besonders stark reflektierende Antenne verfügen. So ein „Iridium Flare“ (sehr starke Reflektion eines Iridium-Satelliten) kann 50-mal so hell sein wie die Venus, es dauert aber auch nur wenige Sekunden.


Warum ist keine Heizung in der Beobachtungskuppel?

Die warme Luft würde durch den bei Beobachtung geöffneten Kuppelspalt entweichen, und das dabei in der Luft entstehende Flimmern die astronomischen Beobachtungen erheblich erschweren. Deshalb in der kalten Jahreszeit sehr warm anziehen, wenn Sie unsere Kuppel besuchen, um die Beobachtung genießen zu können.


Was ist der Unterschied zwischen einer Sternwarte und einem Planetarium?

In eimem Planetarium wird an der Kuppeldecke mittels spezieller Projektoren ein künstlicher Sternenhimmel erzeugt, an dem die natürlichen Himmelsvorgänge anschaulich erklärt und simuliert werden können. Die Planetariumskuppel öffnet sich nicht. In der Beobachtungskuppel einer Sternwarte, die sich zur Himmelsbeobachtung öffnen lässt, kann man bei gutem Wetter durch Teleskope einen Blick an den echten Sternenhimmel und auf die Planeten und sonstige Objekte werfen.


Was ist der Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie?

Die Wörter Astronomie und Astrologie klingen sehr ähnlich und werden im Sprachgebrauch auch gelegentlich von manchen Menschen verwechselt. Das kommt daher, weil beide Begriff mit den Sternen zu tun haben. Hier erfahren Sie, worin sie sich unterscheiden.

Astronomie:
Die Astronomie ist die Wissenschaft von den Sternen. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern ástron (Stern) und nómos (Gesetz) zusammen. Die astronomische Forschung beschäftigt sich dabei sowohl mit den Eigenschaften von Himmelskörpern (Monde, Asteroiden, Planeten, Sonnen und Galaxien), als auch mit Fragen über den Aufbau und die Entstehung des Universums. Die Astronomie ist eng mit der Mathematik und der Physik verknüpft und hat zahlreiche Forschungsbereiche, wie zum Beispiel die Astrophysik (erforscht die Physik des Weltalls), die galaktische Astronomie (beschäftigt sich mit unserer Galaxie) und die extragalaktische Astronomie (untersucht den Aufbau anderer Galaxien).

Astrologie:
Das Wort Astrologie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Sternenlehre beziehungsweise Sterndeuterkunst. Die Sternenlehre versucht anhand von Sternbildern, das heißt mithilfe von Himmelskörpern, die wie Figuren und Muster angeordnet sind, Aussagen über die Zukunft (zum Beispiel durch ein Horoskop) zu treffen. Diese Himmelsfiguren wurden häufig nach Tieren, Helden und Göttern benannt.