Monatsvortrag: Das Standardmodell der Kosmologie – Tempel oder Kartenhaus ?

Das derzeitige Standardmodell der Kosmologie besagt, dass wir in einem Universum mit euklidischer Geometrie und seit über 5 Milliarden Jahren andauernder beschleunigter Expansion leben.

Dieses Weltmodell interpretiert insbesondere die zuletzt mit dem Weltraumteleskop Planck (ESA) gemachten Beobachtungen auf kosmologischen Skalen zuverlässig. Allerdings beruht es zum Teil auf Hypothesen, deren Ursprung und Dignität bislang noch nicht abschließend geklärt sind.

Gegenstand des Vortrages ist die auf Beobachtungen und theoretischen Überlegungen beruhende Strategie aus den vielen möglichen Lösungen der Friedmann-Lemaitre Gleichung, das der Realität entsprechende Weltmodell heraus zu filtern. Zu den Säulen des heutigen „best-fit“-Weltmodells gehören neben der Gültigkeit der Allgemeinen Relativitätstheorie und der Theorie der Materie (Elementarteilchenphysik) weiterhin die
– kosmologische Mikrowellenhintergrundstrahlung interpretiert als Nachglühen des heißen und dichten Anfangs
– Häufigkeit der chemischen Elemente Deuterium und Helium
– Hypothese der Existenz von dunkler Materie
– Hypothese der Existenz von dunkler Energie
– Hypothese einer primordialen „inflationären“ Expansion.

Sind dies die Säulen für die Kosmologie des 21. Jahrhunderts oder handelt es sich um ein Kartenhaus?

Referent: Prof. Dr. Hajo Blome, TH Aachen
Ein abendfüllender Vortrag.  Eintritt: 7 €, ermäßigt 4 €

 

Datum/Zeit
Mi. 16.01.2019 20:00 - 21:30

Veranstaltungsort
Volkssternwarte

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