Kosmische Entdeckungen mit Radiowellen

Das sensationelle erste Bild vom Schatten eines Schwarzen Loches gelant mit Hilfe von Radiowellen. Vor knapp 100 Jahren begann der Aufschwung der Radioastronomie, die unser Bild vom Aufbau und der Entwicklung des Kosmos revolutionierte. Die intensive Radiostrahlung vom gesamten Himmel zeugt noch heute von einer heißen Vergangenheit des Universums. Mit Pulsaren und Quasaren wurden Objekte entdeckt, die die Grenzen der Vorstellungskraft sprengen. Das Bild eines schwarzen Loches hat Einsteins Relativitätstheorie eindrucksvoll bestätigt.

Zentrum der radioastronomischen Forschung in Deutschland ist das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Es betreibt das 100-m-Teleskop bei Bad Münstereiffel-Effelsberg und ist an weiteren Teleskopen für kurze Radiowellen beteiligt. ALMA (Atacama Large Millimeter Array) in der chilenischen Atacama-Wüste spielte bei der Entdeckung des Schwarzen Loches eine entscheidende Rolle. Durch die weltweite Vernetzung mit anderen Radioteleskopen konnte die Auflösung so gesteigert werden, um das Schwarze Loch der Galaxie M87 abbilden zu können.

 

Referent: Dr. Rainer Beck, Max-Planck-Institut für Radioastronomie Bonn

 

Achtung: Für Monatsvorträge gibt es keine Platzreservierungsmöglichkeit.

Datum/Zeit
Mi. 06.05.2020 20:00 - 21:30

Veranstaltungsort
Volkssternwarte

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